Ansprueche

Also es könnte ja sein, ihr seid schlimm dran und euer Leben läuft gar nicht gut. Dann habt ihr vielleicht keine Arbeit und schaut nur RTL2 und sterbt dann einsam auf dem Klo. Das wünscht man natürlich niemandem.
Aber könnte auch sein, ihr seid der Arbeitsheld und versucht dort jeden Tag, den lieben Kollegen etwas vorzumachen. Wenn ihr dann spät abends nach Hause kommt, dann seid ihr nur der Pantoffelheld und habt nichts mehr im Griff. Dann habt ihr keine Freunde und seid unfähig, Freunde im Privaten wie im Beruflichen zu bekommen. Auch nicht so doll. Sorry, da wähle ich doch lieber die erste Variante.

Könnte aber auch sein, ihr habt eigentlich ein nettes Leben zu Hause und stellt aber überhaupt keine Ansprüche an euer Berufsleben. Dann geht ihr auf Arbeit, schlängelt euch so durch, macht euer Ding und reagiert nur, wenn ihr dazu aufgefordert werdet. Mit denen komme ich auch nicht zurecht, blasse Typen einfach, bemitleidenswert. Daneben gibt es ganz verschiedene Typen, und die kann man gar nicht alle aufzählen.

Aber wie wäre es mit einem anständigen Arbeitsumfeld und damit, dass wenn man vom Job kommt, noch genügend Freude hat, um den restlichen Tag mit Energie anzugehen? Irgendwie sollte doch der ganze Tag auf die Reihe zu kriegen sein, damit man nicht nur für acht Stunden lebt, sondern eben etwas länger! Soweit zu meinen bescheidenen Ansprüchen. Achso, ist nicht Fiktion, hab‘ das schon erlebt. Ein paar Jahre her zwar, aber ich war dabei. Und unabhängig von meinem Wohlbefinden, immer dumm für den „Arbeitgeber“ sowas, denn der sollte doch darauf achten, dass es produktiv bleibt und ein kreativer Austausch da ist. Damit „was wird“. Da hab‘ ich früher auch mal drauf geachtet. Hmm, war ich wohl zuviel Held gewesen.

Manchmal fühlt man sich da in echte Steinzeit zurückversetzt. Eine Anekdote aus meines Vaters Zeiten ist da, dass er in einem halbwegs modernen Betrieb nach der Wende gehen musste. Dann ging es woanders weiter, und dort gab es dann keine modernen Maschinen mehr. Technische Steinzeit also. Aber auch Unternehmerwillkür in einem mittelständigen Betrieb. Lasst uns also neben der Technik auch nicht die menschliche Seite vergessen. Klappt derzeit nicht so richtig, beim Knu ist also Konzentration auf das angesagt, was man selbst am besten beeinflussen kann, seine eigene Lebensgestaltung nämlich.

Lasst euch nicht deprimieren und haltet die Augen auf. Und geht ab und an trotzdem in die Initiative…

In diesem Sinne
Euer Knu

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