Sch… im Trompetenrohr

Also ich muss ‚mal dichten, also nur nacherzählen, denn das Ganze hat in diesem Fall schon der Waldemar Dyhrenfurth erledigt, der den Bonifazius Kiesewetter als Kunstfigur erfunden hat. Das ist schon lange her, aber die Verse sind wohl aktuell, denn sie werden gerne „etwas erweitert“. Damals ein Scherz aus der Studentenverbindung. Die „Einleitung“ vom Original:

Bonifazius Kiesewetter war ein Schweinehund seit je.
Und so schiss er der Baronin heimlich in das Portemonnaie.
Hin zu einem Bücherladen lenkt sie ihren Schritt indes,
kaufte, da sie hochgebildet, etwas sehr Ästhetisches.
Als die Dame zahlen wollte, und sie zahlte stets in bar,
griff sie in die blanke Scheiße, was ihr äußerst peinlich war.

Heute ist bei Kindern die unendliche Fortsetzung, wie diese, beliebt:

Scheiße im Trompetenrohr gibt Sommersprossen für den Chor.
Scheiße am Verkäuferkittel ist kein gutes Werbemittel.
Scheiße in der Waschmaschine ist ein Fall für Klementine.

So ordinär ist das ja gar nicht, denn kann doch ‚mal vorkommen. Und was nicht alles heute Scheiße im Trompetenrohr ist, also wirklich!

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