Urlaub

Endlich ‚mal frei. Urlaub ist schon gut. Und, wenn mal nicht wegfaehrt und dann „den richtigen Urlaub“ macht, dann ist man zu Hause.

Also ein paar Ziele gesetzt: Gartenarbeiten, Arbeiten am Haus erledigen, ‚mal zu einer christlichen Zeit Einkaufen gehen, Wohnung durchputzen, endlich mal allen per Mail einen Gruß schreiben, Computer-Zeugs (Backup, Programme entwickeln, 2-3 Stunden Nerd sein). Oder aber dem sogenannten Hobby wieder zur Geltung verhelfen, in dem man wirklich ‚mal auf Fototour geht, wenn man bspw. behauptet, ein Hobbyfotograf zu sein.

Ja, das reicht dann auch. Nichts Nachvollziehbares dabei? Glaube, am besten ist, wieder mal mit den Lieben zu sitzen und ein paar nette Dinge auszutauschen, sei es mit der Liebsten oder den Eltern, manche muessen dazu ja ein paar Kilometer fahren, manche nicht ‚mal die Hauslatschen ausziehen. Wie auch immer, das solltet hr machen!

Fix ‚mal auf die Uhr geschaut: Aha, es ist bereits 16.30, die Kollegen sind also auch zu Hause. Aber eben nicht am Stueck und staendig nur am Abend, da wird nichts. Oder ist es dann doch nicht so richtig Urlaub? Denke doch, denn Entspannung kommt auch damit, wenn man zufrieden ist, und sei es auch nur ein geordneter Haushalt oder ein guter Abend …

Jeden Tag aufs Neue

War gestern Mittwoch oder Dienstag, sch???. nochmal.

Habt ihr euch schon ‚mal ueberlegt, wie so die Zeit vergeht. Kaum versieht man sich und schon ist wieder das halbe Jahr rum. Manche sagen das so, je mehr man immer seinen gleichen Tagesablauf hat, umso mehr gleichen die Tage und alles geht schnell vorbei.

Wie bitte, aus dem Trott raus und ‚was erleben? Ich bin mir nicht sicher, ob dadurch die „gefuehlte Zeit“ langsamer von statten geht. Erleben ist jedenfalls gut. Manchmal ist der Job sogar Mittel zum Zweck und man erlebt was. Aber selbst, wenn man auf Dienstreisen geht oder die grossen tollen Hobbies und Urlaube hat, wie sieht es denn sonst aus am schnoeden, einfachen Tag dazwischen?

Aufstehen, waschen, fruehstuecken, auf Arbeit gehen, zu Abend essen, Fernseher einschalten, Zaehne putzen, zu Bett gehen. Man modifiziere das Ganze mit Kinder versorgen (zeitlich begrenzt), Computer einschalten (begrenzt auf gutes Sehvermoegen und Aufnahmefaehigkeit), in die Fussgaengerzone gehen (begrenzt auf den Drang zum Voyeurismus), Freunde und Verwandte besuchen (begrenzt auf die Zeit, wo man die Bagage ueberhaupt sehen will), Sex mit Freundin, Freund oder Frau, Mann (begrenzt auf die Zeit, naja).

„Multipliziere es mit der Unendlichkeit, erweitere es um die Ewigkeit und du hast den Hauch einer Ahnung„, was mit Dir passiert und eine Lebensformel, bei der Du dich lieber aufhaengst, wenn du sie durchschaust oder zumindest dir die Sinnfaelligkeitsfrage deiner Existenz stellst.

Oder einfach weniger gruebeln und den Strick beiseite legen …