Lecken

Heute verrate ich euch ‚mal ein Geheimnis. Als kleines Knukind hab‘ ich einmal auf einem Zettel aufgeschrieben „Die Martina ist blöd.“, weil mich die Cousine so geärgert hat. Irgendwie war mir das damals wichtig, weil mir das gegen den Strich ging.

Heute ist das Cousinchen eine gute Freundin, und blickt man so auf seine Kindertage zurück, ist so eine Aktion nur noch eine spaßige Anekdote. Einerseits deshalb, weil man im Alter vielleicht klarer sieht. Oder weil man inzwischen erfahren hat, dass es schwerwiegendere Dinge gibt, die es verdienen, geändert zu werden. Viel von dem Scheiß im Erwachsenenleben entzieht sich leider der eigenen Beeinflussung. Naja, irgendwie frustrierend, aber bisschen ‚was kann man immer machen und manchmal kommt unverhofft auch ein Lichtblick dann.

Ich probiere jetzt jedenfalls ‚mal was. Jawohl! Alle die, die mich besonders ärgern, bekommen in Gedanken den Spruch verpasst: „Er lecke mich hinten!“. Das ist nämlich das Original vom Raubritter Götz von Berlichingen. Goethe hat das später etwas umformuliert. Nach diesem Spruch hat der Götz dann noch die Burg des Aristokraten angezündet, der ihn zuvor bei Kaiser Maximilian schlecht gemacht hat.

So war er eben, schlechte Manieren aber konsequent. Steht nicht in Wikipedia und weiß man, wenn man manchmal ein Buch aufschlägt und eben nicht seine ganze Zeit damit verbringt, hinterfotzig zu sein und andere schlecht zu machen…

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